Home Nach oben

Bourkesittiche

Home

 

Bourkesittiche (Neophema bourkii)      

Diese Vögel wurden nach Fort Bourke, von Thomas Livingstone (1792-1855) Expedition unternahm, wobei der Sittich entdeckt wurde. Richard Bourke (1777-1855) war Gouverneur das australischen Staates Neusüdwales.

Es bleibt zu erwähnen , dass der Bourkesittich ein idealer Vogel für beginnenden Vogelfreund ist. Er ist nicht aggressiv, sondern eher verträglich und zutraulich und durch seine Dämmerungsaktivität singt er früh am Morgen und in den Abendstunden. Eine Freivoliere von 3 Metern sollte ausreichend sein, da sie die meiste Zeit des Tages zurückgezogen verbringen. In der Voliere sollen Sträucher und Äste angebracht sein.

Früher war der Bourkesittich als Wüstenvogel eher empfindlich gegenüber unseren Temperaturen; durch langjährige Nachzüchtungen über viele Generationen hinweg sind sie jedoch heute mehr oder weniger abgehärtet. Die besten Exemplare kann man bei Ausstellungen betrachten.

Maße, Gewicht und Geschlechtsunterschiede        

Länge: 21 cm             Ringmaß: 4mm         Gewicht:  Männchen 47-49 Gramm, Weibchen 42-49 Gramm

Auf dem ersten Blick kann man zwischen Männchen und Weibchen keinen Unterschied feststellen. Genauer besehen, stellt man fest, dass die Henne einen Flügelstreifen hat, der beim Hahn wenig bis gar nicht zu sehen ist. Bei ausgebreiteten Flügeln sieht man beim Hahn an den Schwungfedern mehr Blau als bei der Henne.

Umgebung und Verhalten   

Der Bourkesittich liebt trockene bis halbtrockene Gebiete mit Akazienbäumen bewachsen. In der freien Natur begegnet man diesen Vögel äußerst selten, weil sie in Gegenden leben, wo wenig Menschen sind und in den frühen Morgenstunden und in der Dämmerungszeit aktiv sind (auch in der Voliere). Auch Nachts kann man sie manchmal hören (Flügelschlagen), weil sie durch ihre Schutzfarbe nicht auffallen. Durch die nächtlichen Ausflüge erklären sich auch ihre großen Augen. Meistens fliegen Bourkesittiche paarweise oder in kleinen Gruppen. In der Trockenzeit sieht man jedoch manchmal Schwärme von bis zu hundert Vögeln.                        

Nahrung               

Die Nahrung der Bourkesittiche besteht aus Samen von Gräsern (Wildsamenmischung) krautartigen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen. Gelegentlich fangen sie auch ein Insekt. Ebenso fressen sie gerne Obst und "Unkräuter" (siehe Futter & Pflanzen).

Brut

Der Bourke ist ein unkomplizierter Brüter, bei dem man allerdings dazu übergehen sollte die Paare getrennt zu halten. Nach der Wahl des Nistplatzes legt die Henne 3-6 Eier und bleibt ca.18 Tage fest darauf sitzen. Normalerweise verlässt sie höchsten einmal am Tag das Gelege um zu fressen, sich vom Partner füttern zu lassen und zur Anregung des Stuhlgangs. Die Jungen fliegen nach 4 Wochen aus und bleiben in der Natur noch eine Weile bei ihren Eltern. Bei Bourkesittiche ist es nichts ungewöhnliches wenn mehrmals im Jahr in kurzen Abständen gebrütet wird. Man sollte dann jedoch die bereits selbständigen Jungvögel herausnehmen. Eventuell muss während der Brutzeit das Nistmaterial erneuert werden, da die Sittiche in ihre Kinderstube nicht besonders sauber sind.

Die Jungvögel ähneln der Mutter, der Bauch ist jedoch blasser rosa gefärbt. Im Großen und Ganzen lassen sich jedoch frühsten nach ca.5 Monaten (der ersten Mauser) die Geschlechtsunterschiede feststellen. Die jungen Männchen haben dann die ersten blauen Kopffedern. Nach weiteren 3-4 Monaten zeigen die kleinen Hähne dann die ganze Pracht der rosa Farbe und sind in der nächsten Brutperiode bereits in der Lage für Nachwuchs zu sogen.

Die wildfarbenen Bourkesittiche von "Suppenhuhn".

"Danke fürs Foto, Suppenhuhn!!"  

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: michaela.geschke@vogelasyl.de 
Copyright © 2007 Vogelasyl - Private Vogelauffangstation
Stand: 16. Februar 2009