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Rosella

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    Rosellasittich (Platycercus eximius)

Auch Rosella genannt, ist einer der farbenprächtigsten Sittiche überhaupt. Er gehört zu den 8 Arten der Plattschweifsittchen und wird seit ca. 150 Jahren in Europa gezüchtet. Er ist heute als beliebter Stuben- und Volierenvogel sehr häufig anzutreffen, wo er viel Freiflug benötigt und auch einige Wort sprechen lernen kann.

Ursprünglich stammt der Rosellasittich aus Südost Australien und Tasmanien und wurden auch in Neuseeland eingebürgert. Dort lebten sie in offenen Savannen und haben sie auf Grund der fortgeschrittenen Waldrodungen dort hervorragend angepasst. Durch die vermehrte landwirtschaftliche Nutzung haben sich die Rosellas weiter verbreitet und ihr Gebiet vergrößert. Durch den Verzehr von Schadinsekten und Unkrautsamen in den Plantagen nutzen die den Bauern ebenso, wie sie durch das gleichzeitige fressen von Obst wieder Schaden anrichten. Dort leben sie außerhalb der Brutzeit in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen. Im Frühjahr trennt sich die Gruppe in Paare die nach Brutplätzen Ausschau halten.

Die in Freiheit lebenden Rosellasittiche sind ein wenig kleiner als die bei uns gezüchteten Rosellas. Auch das rot und gelb auf seiner Brust ist bei den freilebenden Vögeln nicht so abgegrenzt. Wie auch die anderen Plattschweifsittiche hat auch der Rosellasittich schwarze Rückenfedern die mit grün, gelb oder roten Federn eine saumähnliche Umrandung bilden, die dann eine Schuppenzeichnung entsteht lässt. Der platte breite Schwanz (daher der Name Plattschweifsittich) und die großen blauen, gelben oder weißen Wangenflecken runden das Bild ab.

Es gibt den Prachtrosellasittich (P.e. cecilae), den Rosella und den Tasmanischen Rosellasittich (P.e.diemenensis), wobei der Rosella wie auch der Prachtrosella sich in der Freiheit mischen, sowie auch zwischen den anderen Arten eine artübergreifende Paarbildung entstehen kann. Da die Arten so eng miteinander verwandt sind, können die Jungen aus diesen Verbindungen auch fortpflanzen. Die häufigste Mischung besteht aus Prachtrosella- und Blasskopfrosellasittichen (P.adscitus palliceps).

Eine Unterscheidung der Unterarten ist recht einfach. Die Normalform des Rosellas hat an der Unterseite grünlich-gelb das sich an den Rückenfedern weiterzieht. Ebenso hat er Tasmanische Rosella seine Zeichnung. Er hat jedoch intensiveres rot am Kopf und der Brust, sowie deutlich größere Wangenflecken. Der Rosellasittich ist goldgelber an der Unterseite bis hin zur Säumung auf den Rückfedern und ist insgesamt prächtiger in seinen Farben, deshalb bekam er den Namen Prachtrosella, was ihn zu den beliebsteten Vertretern seiner Art macht. Eine gemischte Haltung mit anderen Vogelarten ist jedoch auf Grund von recht hoher Aggressivität in der Balz- und Brutzeit nicht möglich.

In der heutigen Zucht ist leider kaum noch reine Art des Rosellas mehr zu finden, weil sie wohl auch aus Unkenntnis der Züchter und Liebhaber gekreuzt wurden. Hier wäre gezielte Züchtung in die ursprünglichen Merkmale dringend notwendig.

Die Volieren sollte eine Größe von 4x2 m für ein Paar der Sittichen haben um ihnen die größtmögliche Freiheit zu geben den sie als Bewohner der offenen Savanne benötigen. Ein Schutzhaus und teilweise Überdachung wäre auch für die Vögel schön, das Schutzhaus ist jedoch nicht notwendig. Die Voliere kann aus Holz gebaut werden, weil diese nicht von den Rosellas verstört wird.

Geschlechts und Größenunterschiede

Es gibt kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern, weil die Weibchen nur geringfügig blasser gefärbt sind als die Männchen. In manchen Fällen ist der Wangenfleck deutlich blasser und der Kopf und Schnabel kleiner als beim Hahn. Der Rosella kann bis zu 30 Jahre alt werden in denen sie ab dem ersten Lebensjahr, 20 Jahre lang für Nachwuchs sorgen können. Das Durchschnittsalter liegt jedoch bei 15-20 Jahren.

Nahrung    

Die Hauptnahrung des Rosellas besteht aus verschiedenen Sämereien von Gräsern, Sträuchern und Bäumen, womit sie viel Zeit am Boden zur Suche verbringen. Auch Früchte, Beeren, Nüsse, Blüten, Nektar und Insekten und ihre Larven stehen auf seinem Speiseplan.

Frische Zweige und immer eine Schale mit Wasser sind immer notwenig, sowie die Futtersorten wie z. Bp. Hirse, Glanz, Sonnenblumenkerne (in kleinen Mengen), Weizen, Kolbenhirse sowie Hanf und ungeschälter Hafer (auch nur in kleinen Mengen, weil es den Bruttrieb antreibt). Der Kalkstein oder Mineralstein ist ebenfalls dringend von Nöten. Weiter Infos siehe "Ernährung"

Brut                                           

Als Brutplatz sind Baumhöhlen und hohle Äste, die evtl. dicht über dem Boden hängen im Frühjahr beliebt. Der Hahn sucht den Nistplatz aus, dem die Henne jedoch zustimmen muss.

Die Henne legt 4 bis 9 Eier im Abstand von 2 Tagen in denen die Henne von Hahn versorgt wird. Die Eier werden anfänglich von der Henne alleine bebrütet und nach ca. 20 Tagen schlüpfen die Küken. Die ersten zwei Wochen werden auch die Jungen nur von dem Weibchen versorgt bis sich dann auch der Hahn an der Fütterung beteiligen darf. Nach ungefähr 5 Wochen fliegen die Jungen aus und bleiben sofern das Weibchen nicht gleich erneut brütet noch einige Monate bei den Eltern.

Der Rosellasittich ist der einzige Plattschweifsittich der zweimal hintereinander brütet, sobald die Jungen ausgeflogen sind legt die Henne das zweite Gelege von dem die Jungen dann den Winter über bei den Altvögeln bleiben. Die Jungvögel sind ebenso bunt gefärbt wie die Altvögel nur etwas blasser, was sich nach ca. 15 Monaten durch die Mauser ändert. Damit die Jungen immer gut gedeihen braucht der Rosella immer sehr viel Grünzeug und hochwertiges Aufzuchtsfutter.

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Stand: 02. Februar 2011